Monatsarchiv: Dezember 2010

Should auld acquaintance be forgot?

Quelle

Der letzte Tag des Jahres 2010. Es ist ein Klischee, aber ich fühle mich so, als hätte ich erst vor fünf Monaten Silvester gefeiert und mich auf ein neues Jahr gefreut, dass besser werden wollte, als alle anderen vorher.

Jetzt ist es rum. Was ist davon übrig geblieben?

Es war ein besseres Jahr als 2009, definitiv. Aber das war auch keine große Kunst. Was war gut, was war schlecht?

Toll war auf jeden Fall die Fußball-WM im Sommer. Guter Fußball und viele Fan-Utensilien (keiner meiner Freunde wird jemals wieder meine Glücksonnenbrille vergessen!). Wundervoll war auch mein 20ter Geburtstag. Die Geschenke meiner Freunde, der Überraschungsbesuch um Mitternacht, die lustigen trunkenen Spiele – ich habe mich selten so gut gefühlt. Klasse war der London-Trip mit drei engen Freunden.

Weniger schön war der Unistress, aber das wird vermutlich die nächsten Jahre noch so weitergehen. Und die üblichen schlimmen „Ich hab keinen Bock mehr auf diesen Scheiß“-Heulkrämpfe waren natürlich auch 2010 vorhanden. Aber sie wurden, meiner Einschätzung nach, weniger.

Was erwarte ich nun von 2011? Mehr „Ich bin jung und frei und schön und ich tue das jetzt einfach“-Aktionen. Auch, wenn das Risiko dabei natürlich immer besteht, dass gerade diese Aktionen dann in Tränen und Reue enden.

Vielleicht mal wieder einen Mann kennenlernen, der mich wirklich interessiert und der mich genauso faszinierend findet. Auf Dauer. Eine dickere Haut anschaffen – kennt jemand ein gutes Sonderangebot? Unbedingt notwendig. Die Vergangenheit vergangen sein lassen.

Ich will mir einfach immer wieder klarmachen, dass ich nie wieder so sein werde, wie jetzt. Nie wieder so jung, so ungebunden. Ich will später wirklich nicht die Dinge bereuen, die ich nicht getan habe. Aber andererseits auch nicht das, was ich getan habe. Dafür einen Spagat zu finden, das wird vermutlich meine Aufgabe 2011 sein.

Ich wünsche denjenigen, die das hier lesen, ein wundervolles, mutiges Jahr 2011.

Zeitlos.

„My country is the world, and my religion is to do good.“

-Thomas Paine-

 

Black Swan.

Toller Trailer. Werde ich mir ansehen. (Allein schon wegen dieser scheinbar grandiosen Erotikszene zwischen Natalie Portmann und Mila Kunis. Wann hat man schon mal Erotikszenen mit Niveau?)
Und auf die Verwandlung Portmans vom weißen zum schwarzen Schwan bin ich auch schon sehr gespannt.

Fuck the city!

„Setting fire to an entire city for the sake of one woman seems…excessive.“
„Fuck the city! I’d burn the whole world to save her.“

– aus „Acts of Caine“

Was auch immer.

Ich wünsche den Christen Frohe Weihnachten, den Atheisten tolle freie Tage und den Agnostikern (wie mir), dass ihr einfach entspannt das tun könnt, wonach euch ist. Ob ihr verzweifelt nach Weihnachtsliedern sucht, die nicht zu sehr nach Religion klingen und euch dabei fragt, ob ihr Heuchler seid. Ob ihr euch im Zimmer eingeschlossen habt, um eure Serien zu schauen und euch so vor dem Nervenzusammenbruch zu retten. Ob ihr ignoriert, dass wir eigentlich Jesu Geburt feiern oder auch nicht.
Macht es so, wie es euch gut tut.

Wie aus meinem Mund.

„Weißt du nicht mehr, wen du liebst, Pummel? Du liebst die, die dich zum Lachen bringt, die dir Pornos zeigt und mit dir Wein trinkt. Aber die übergeschnappte, depressive Ziege, die liebst du nicht.“

aus „Eine wie Alaska“ von John Green

Gott, wie froh bin ich, dass dieses Buch mir auf dem Büchermarkt an der Uni zufälligerweise in die Hand fiel. Voller Philosophie, Traurigkeit und gleichzeitig Leichtigkeit. Ein wahrer Schatz.
Stellt euch darauf ein, mehr daraus zu hören.

Bruchstücke

Ich habe diese Fragen bei Fee entdeckt und bediene mich mal daran.

Wie gut schätzt ihr eure Fähigkeit als Freund/in ein?

Sagen wir mal so: Ich habe mir vorgenommen, eine bessere Freundin zu sein. Weniger schnell angegriffen fühlen und geduldiger zu sein. Wobei ich mich, was letzteres angeht, schon gebessert habe. Aber ich kann ehrlich sagen, dass ich noch nie einen Freund im Stich gelassen habe, egal in welcher Situation.

Ohne was könntet ihr nicht leben?

Meine beiden besten Freunde, die Ratschläge meiner Eltern, Musik, diverse Serien und Bücher. Vielleicht könnte ich ohne Musik, Serien und Bücher überleben, aber ich würde nach kurzer Zeit wahnsinnig werden.

Wie nah gehen euch Unglücksnachrichten (z.B. Erdbeben in Haiti)?

Ziemlich nah. Wenn ich höre, dass 250.000 Menschen getötet wurden, bin ich schockiert, aber kann mir darunter noch nicht sehr viel vorstellen. Aber wenn ich dann Bilder von den verzweifelten Angehörigen oder den Leichen sehe, dann geht mir das sehr nah. Dann ist das nicht mehr eine „gesichtslose Zahl“, sondern es sind 250.000 Einzelschicksale. Ich habe dann sofort das Bedürfnis etwas zu unternehmen, im Fall von Haiti zu spenden. Für mich eine Selbstverständlichkeit und auch eine Pflicht.

Euer absolutes Lieblingsbuch? Warum?

Die Harry Potter – Reihe. Dazu brauche ich wohl nicht mehr viel sagen. Als einzelnes Buch ist es „Bis ans Ende aller Tage“ (der Originaltitel ‚The Pact‘ ist treffender) von Jodi Picoult. Weil mich noch nie ein Buch so sehr mitgenommen hat und ich bis zuletzt gerätselt habe, was dort bei dem Karussel wirklich zwischen Chris und Emily vorgefallen ist. Und weil ich ganze Passagen rausgeschrieben habe, weil ich sie so berührend fand.

Engagiert ihr euch irgendwie (ehrenamtlich)?

Momentan (dank Bachelorstudium) nicht, aber ich kann es mir gut vorstellen. Ich denke oft, dass es mich bestimmt mehr erfüllen würde. Obwohl das dann auch wieder der falsche Grund ist, es zu tun, oder?

Dein hilfreichester/bester/liebster Internet-Account?

Hilfreichster ist vermutlich der Facebookaccount, weil ich dort Kontakt mit vielen Freunden halten kann und immer im Bilde bleibe, was diese gerade treiben. Bester und liebster…Twitter und unser gemeinsamer Blog, weil ich mich dort wohl und gut aufgehoben fühle.

Winter oder Sommer?

Sommer, definitiv. Ich liebe die Wärme und fühle mich nie wohler, als wenn ich aufwache und die Sonne scheint.

Wie verbringt ihr Weihnachten/Neujahr?

Weihnachten bin ich mit meinen Brüdern zuhause bei unseren Eltern. Ich freue mich sehr darauf, weil wir so selten alle zusammen sind. (Wobei ein Bruder sich schon am 25ten Dezember in den Skiurlaub vedrückt, was ich schade finde. Aber so ist er.) Außerdem treffen wir uns mit ein paar engen Freunden an einem der Feiertage, trinken etwas und sitzen zusammen. Für mich ist Weihnachten das Fest, dass man mit den Menschen verbringen sollte, die man gerne hat. Und dazu gehört eben nicht nur meine Familie.

Neujahr…tja, das wüsste ich auch mal gerne. Bis gestern Abend bin ich davon ausgegangen, dass wir es mit derselben Clique wie letztes Jahr feiern, aber scheinbar haben einige andere Pläne. Mal sehen, notfalls betrink ich mich irgendwo allein und schreibe an meinen Hausarbeiten. Das wäre dann worst case.