Monatsarchiv: Januar 2011

Notiz an dich.

I want you to know, that I am happy for you
I wish nothing but the best for you both
An older version of me
Is she perverted like me?
Would she go down on you in a theater?
Does she speak eloquently
And would she have your baby?
I’m sure she’d make a really excellent mother

‚Cause the love that you gave that we made
Wasn’t able to make it enough for you
To be open wide, No
And every time you speak her name
Does she know how you told me
You’d hold me until you died
Till you died, but you’re still alive

And I’m here, to remind you
Of the mess you left when you went away
It’s not fair, to deny me
Of the cross I bear that you gave to me
You, you, you oughta know

You seem very well, things look peaceful
I’m not quite as well, I thought you should know
Did you forget about me, Mr. Duplicity?
I hate to bug you in the middle of dinner
It was a slap in the face
How quickly I was replaced
And are you thinking of me when you fuck her?

Ohh… aah… ahh… ahh…

‚Cause the joke that you laid in the bed
That was me and I’m not gonna fade
As soon as you close your eyes, and you know it
And every time I scratch my nails
Down someone else’s back I hope you feel it
Well, can you feel it?

Dreckiger Text, toller Song. Ich weiß nicht, wie oft ich ihn damals gehört habe. I still hope you feel it!

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Hässlichkeit.

Ich möchte heute ein paar Gedanken zu einem Thema loswerden, das mich immer wieder beschäftigt: Hässlichkeit. Oder vielmehr: Der Gebrauch dieses Wortes.

Es gibt nur noch schön oder hässlich. Dünn oder fett. Merkt niemand wie krank das ist?

Natürlich ist es nicht so, dass jeder Mensch ein hübsches Gesicht hat oder eine schlanke Figur. So naiv bin ich nicht. Aber ist er deswegen direkt hässlich? Ist hässlich mittlerweile alles, was wir nicht als hübsch oder schön wahrnehmen?

Ich habe in meinem Leben nur ganz, ganz wenige Menschen gesehen, die ich mit dem Wort hässlich betitelt hätte. Das waren dann wirklich Menschen, bei denen einige Dinge zusammen kamen wie: Dummheit, Ignoranz und/oder Grausamkeit. Es hatte gar nicht so sehr etwas mit dem Aussehen zu tun, viel mehr mit ihrer Art und Ausstrahlung, die dann möglicherweise noch mit einem weniger hübschen Aussehen gepaart war. Es gibt Menschen, die ich nicht hübsch finde, natürlich. Wie jeder andere Mensch auch. Aber direkt hässlich wirkt jemand nur dann auf mich, wenn ich wirklich negative Dinge mit ihm verbinde.

Wenn ich das auch schon bei Schauspielern, Models oder sonstigen Stars höre…“Kate Moss ist echt hässlich, „Sarah Jessica Parker hat ein hässliches Gesicht!“ „Angelina Jolie ist die hässlichste Frau der Welt!“. Leute, nur weil ihr jemanden nicht schön findet oder von mir aus noch nicht mal hübsch, ist derjenige doch nicht gleich hässlich! Ich finde beispielsweise Dita von Teese nicht besonders hübsch oder gar schön. Aber sie deswegen als hässlich zu bezeichnen, käme mir nie in den Sinn. Hässlich ist was anderes.

Es gibt doch auch noch normale Menschen, die einfach weder besonders schön sind, noch abgrundtief hässlich. Ist alles, was nicht meinem Geschmack entspricht, gleich hässlich?

Diese Extreme in der Gesellschaft finde ich so besorgniserregend.

Früher galten Menschen als hässlich, die einen Buckel oder ein entstelltes Gesicht hatten. Heute bezeichnen die Leute alles als hässlich, was ihnen nicht gefällt. „Find ich nicht hübsch“= hässlich.

Zumindest ist das mein Eindruck und das macht mich…fassungslos und traurig.

Someone must have blessed us when he gave us those songs.

You can’t run away forever
But there’s nothing wrong
With getting a good head start
You want to shut out the night,
You want to shut down the sun
You want to shut away the pieces of a broken heart

Think of how we’d lay down together
We’d be listening to the radio so loud and so strong
Every golden nugget coming like a gift of the gods
Someone must have blessed us when he gave us those songs

I treasure your love, I never want to lose it
You’ve been through the fires of hell
And I know you’ve got the ashes to prove it
I treasure your love, I want to show you how to use it
You’ve been through a lot of pain in the dirt
And I know you’ve got the scars to prove it

Remember everything that I told you,
And I’m telling you again that it’s true
When you’re alone and afraid, and you’re completely amazed
To find there’s nothing anybody can do
Keep on believing, and you’ll discover baby

There’s always something magic,
There’s always something new
And when you really really need it the most
That’s when rock and roll dreams come through
The beat is yours forever, the beat is always true
And when you really really need it the most
That’s when rock and roll dreams come through for you

Once upon a time was a backbeat,
Once upon a time all the chords came to life
And the angels had guitars even before they had wings
If you hold onto a chorus you can get through the night

Remember everything that I told you,
And I’m telling you again that it’s true
You’re never alone cause you can put on the phones
And let the drummer tell your heart what to do
Keep on believing, and you’ll discover baby

The beat is yours forever
That’s when rock and roll dreams come through

Einer meiner Lieblingssongs. Weil man wirklich nicht für immer weglaufen kann, aber nichts dagegen spricht, einen guten Vorsprung zu haben. Und die Musik einen nie belügt. Ich bin kein religiöser Mensch, aber wenn ich Lieder wie dieses höre, fühle ich mich wirklich auf eine Art und Weise gesegnet.

Wundervolle Lyrics.

Nur, wenn es schmerzt.

So bin ich viel zu oft. Nur dann glücklich, wenn es schmerzt. Liebe ohne Schmerz ist für mich undenkbar…irgendwie falsch und oberflächlich. Es ist nicht so, dass ich nicht die Leichtigkeit liebe – ganz im Gegenteil. Ich liebe es, im Sommer in Shorts rumzulaufen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Ich liebe es, mich mit engen Freunden zu betrinken und dreckige Witze zu erzählen. Ich liebe es, im Café zu sitzen und eine Zeitschrift zu lesen.

Aber dann gibt es da diese andere Seite. Die meint, nur dann etwas Wahres fühlen zu können, wenn es heftig ist. Mich an meine Grenzen bringt.

I’m only happy when it’s complicated.

Wenn ich einen Menschen wirklich liebe, dann ist das immer mit Schmerz verbunden. Dem Gefühl zu verbrennen, sich nach ihm zu verzehren, zu zweifeln. Es tut weh, aber auf eine intensive, gute Art und Weise. Es macht, dass ich mich lebendig fühle. Wenn das fehlt, misstraue ich mir. Wenn ich diesen Schmerz nicht fühle, kommt es mir oberflächlich vor. Wenn es nicht zu mir durchdringt, ist es nichts, dass mich bis in die tiefsten Poren erfüllt. Und dann ist es für mich keine Liebe.

Dann ist da die andere Stimme in meinem Kopf, die Vernunft, die mir sagt, dass Liebe nicht wehtun sollte. Dass Liebe dafür sorgt, dass du dich leicht fühlst. Dass das die gesunde Liebe ist. Das sind die Paare, die zusammenbleiben. Diejenigen, die sich gut verstehen, zusammen lachen und sich unbeschwert fühlen. Und es gibt die Leute, die kaputte Beziehungen führen, mit dem ständigen Misstrauen, dass der Andere ja gar nicht so tief fühlen kann, wie sie selbst. Denen die Tränen kommen, wenn sie den Anderen schlafen sehen und den Drang haben ihn zu berühren, aber seine Ruhe nicht stören wollen.

Vielleicht sind diese Leute ja dafür gemacht, entweder vollkommen zu verbrennen oder gar nicht. Sie haben es vielleicht einfach nicht drauf, kontinuierlich vor sich hinzuglühen wie die glücklichen Paare. Ihnen fehlt die Leichtigkeit.

Wir sind nur glücklich, wenn es regnet. Das heißt, wenn wir spüren, wie die Flamme uns verbrennt.

Paradox, ich weiß.

Gia Marie Carangi.

 

„Ich hab das Gefühl, dass sie für jeden eine Andere gewesen ist. Manchmal war sie die, die ich kannte und manchmal gar nicht. Ein Mensch der heute sagt er wüsste ganz genau wer sie war, kann sie nicht gekannt haben.“

-aus dem Film „Gia“-

 

Gia Marie Carangi war das erste Supermodel der Welt. Was sie brühmt machte, war nicht unbedingt ihre Schönheit, sondern ihr Auftreten und ihre Eigensinnigkeit.

Sie war ein „wild child“, das nackt posierte, sich in Männerklamotten ablichten ließ, kein Make-Up trug und dem irgendwelche Regeln der Fashionindustrie vollkommen egal waren. War sie nicht mehr in der Stimmung für ein Fotoshooting, ging sie einfach. Sie war offen lesbisch oder zumindest bisexuell.
Und trotzdem stritten sich die Topfotografen der Welt um sie. Sie erschien auf dem Cover der Vogue Paris, der American Vogue, der italienischen Vogue und mehrfach in der Cosmopolitan.

Doch das, was Gia so besonders machte, das, was sie von anderen Models unterschied, führte zu zu ihrem Untergang.

Sie nahm Heroin, trank Alkohol und feierte nächtelang im legendären Club Studio 54.
Selbst als Gia schwer drogenabhängig war, bekam sie weiterhin Jobs. Ihre Einstichnarben wurden abgedeckt – und sie abgelichtet.

Im Jahre 1986 wurde bei ihr HIV diagnostiziert und noch im selben Jahr starb Gia Marie Carangi im Alter von 26 Jahren als eine der ersten bekannten Frauen der westlichen Welt an Aids.

In ihrem Tagebuch schrieb sie folgendes:

„Life and death, energy and peace. If I stop today it was still worth it. Even the terrible mistakes that I made and would have unmade if I could. The pains that have burned me and scarred my soul, it was worth it, for having been allowed to walk where I’ve walked, which was to hell on earth, heaven on earth, back again, into, under, far in between, through it, in it, and above. „

Im Jahr 1998 wurde ihr Leben verfilmt, mit der jungen Angelina Jolie in der Rolle der Gia. Jolie lehnte die Rolle damals zunächst mehrfach ab, da sie zu viele Parallelen zwischen sich und Gia sah und sich nicht in der Lage fühlte sie zu spielen. Drehbuchautor Michael Cristofer bedrängte sie jedoch so lange, bis sie die Rolle annahm. Da Angelina Jolie Method Acting praktiziert, verblieb sie auch zwischen den Szenen in ihrer Rolle. So weigerte sie sich beispielsweise mit ihrem damaligen Ehemann Johnny Lee Miller zu sprechen.

„I’m alone, I’m dying, I’m gay and I’m not going to see you for weeks!“

Sie ging soweit, sich für die letzten Szenen des Films den Kopf rasieren zu lassen und es trat genau das ein, was sie befürchtet hatte: Nach dem Ende der Dreharbeiten stürzte Angelina ab, weil sie es nicht schaffte von Gia loszukommen und spielte mit konkreten Selbstmordplänen.

All das sieht man diesem Film an, der Gias turbulentes Leben darstellt. Als ich den Film zum ersten Mal sah, wusste ich nicht wirklich, dass es diese Gia wirklich gab und hielt ihn einfach nur für Angelina Jolies beste schauspielerische Leistung (neben „Girl, interrupted“). Danach sah ich ihn weitere Male und dachte an die echte Gia. Sie war jung, wunderschön und begehrt. Sie hätte alles haben können – und endete auf diese Art und Weise. Diese letzten Szenen im Film waren…schockierend. Mit Mut zur Hässlichkeit. Kahler Kopf, Geschwüre, Krämpfen – wenn man Gia im Film in ihren letzten Tagen sieht, begreift man, dass der Tod immer hässlich ist. Es gibt kein „schönes“ Sterben, auch nicht für eine der schönsten Frauen der Welt.

Auch wenn ich finde, dass der Trailer den Film nicht richtig wiedergibt, da zu wenige Szenen den Verfall und die Verzweiflung Gias zeigen, möchte ich ihn nicht vorenthalten.

Im Film kommen immer wieder Sequenzen mit Kommentaren von Menschen vor, die die reale Gia gekannt haben und teilweise sehr unterschiedliche Bilder von ihr zeichnen. (An dieser Stelle empfehle ich dringend (!) den Film im Originalton zu schauen, da die deutsche Synchronation schrecklich ist. Besonders die deutsche Stimme Gias ist unglaublich unpassend.)

Besonders interessant finde ich den Anfangs- und Endmonolog, der aus ihrem eigenen Tagebuch stammt und zeigt, dass sie trotz ihrem toughen Auftreten eine Frau war, die sich einsam fühlte und immer auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit war. (Und doch zerstört sie im Film die Beziehung mit der Frau, die ihr das geben konnte und wollte (übrigens überzeugend gespielt von Elizabeth Mitchell).)

Der Satz mit dem damals für den Film Werbung gemacht wurde, lautete:

„Too beautiful to die. Too wild to live.“

Nach „Gia“ lässt sich sagen: Sie war eben nicht zu schön, um zu sterben. Aber bestimmt zu wild und innerlich zu kaputt, um zu leben.

Masquerading as a man with a reason

„On a stormy sea of moving emotion
Tossed about I’m like a ship on the ocean“

 

Carry On My Wayward Son. Was soll ich dazu sagen? Ich liebe es. Und das verdanke ich – wie viele andere Leute auch – Supernatural, da es das Lied ist, dass am Anfang eines jeden Staffelfinales läuft. (Obwohl ich Kansas schon vorher kannte und generell viel Classic Rock höre.) Als ich es das erste Mal am Ende der ersten Staffel gehört habe, war ich wie elektrisiert. Wie oft hab ich diesen Song seitdem gehört? Bestimmt Hunderte von Malen. Er ist einer der wenigen, an denen ich mich nicht satthören kan und der mich immer wieder aufbaut. Immer und immer wieder hilft er mir den Kopf zu heben – eben ganz nach dem Motto „Carry on my wayward son“.

Ich liebe den Text, die Gitarrenriffs, einfach alles.

(Übrigens sei an dieser Stelle erwähnt, dass ein Grund für meine Supernatural-Liebe die gute, handgemachte, klassische Rockmusik ist, die die Jungs begleitet. In meinem Auto läuft ähnliche Musik wie in Deans heißgeliebten Impala.)

Man muss nicht heroinsüchtig sein.

Quelle

„Es kommt mir jetzt vor, als sei schon die Tatsache, ein menschliches Wesen zu sein, dramatischer, als man es sich wünschen könnte; man muss nicht heroinsüchtig oder Performancepoet sein, um Extremerfahrungen zu machen. Man muss nur jemanden lieben.“

aus ‚How to be Good‘ von Nick Hornby

 

Momentan habe ich leider wegen konstantem Unistress keine Muse längere Einträge zu verfassen. Aber auch die kurzen sind Herzensstücke.