Nur, wenn es schmerzt.

So bin ich viel zu oft. Nur dann glücklich, wenn es schmerzt. Liebe ohne Schmerz ist für mich undenkbar…irgendwie falsch und oberflächlich. Es ist nicht so, dass ich nicht die Leichtigkeit liebe – ganz im Gegenteil. Ich liebe es, im Sommer in Shorts rumzulaufen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Ich liebe es, mich mit engen Freunden zu betrinken und dreckige Witze zu erzählen. Ich liebe es, im Café zu sitzen und eine Zeitschrift zu lesen.

Aber dann gibt es da diese andere Seite. Die meint, nur dann etwas Wahres fühlen zu können, wenn es heftig ist. Mich an meine Grenzen bringt.

I’m only happy when it’s complicated.

Wenn ich einen Menschen wirklich liebe, dann ist das immer mit Schmerz verbunden. Dem Gefühl zu verbrennen, sich nach ihm zu verzehren, zu zweifeln. Es tut weh, aber auf eine intensive, gute Art und Weise. Es macht, dass ich mich lebendig fühle. Wenn das fehlt, misstraue ich mir. Wenn ich diesen Schmerz nicht fühle, kommt es mir oberflächlich vor. Wenn es nicht zu mir durchdringt, ist es nichts, dass mich bis in die tiefsten Poren erfüllt. Und dann ist es für mich keine Liebe.

Dann ist da die andere Stimme in meinem Kopf, die Vernunft, die mir sagt, dass Liebe nicht wehtun sollte. Dass Liebe dafür sorgt, dass du dich leicht fühlst. Dass das die gesunde Liebe ist. Das sind die Paare, die zusammenbleiben. Diejenigen, die sich gut verstehen, zusammen lachen und sich unbeschwert fühlen. Und es gibt die Leute, die kaputte Beziehungen führen, mit dem ständigen Misstrauen, dass der Andere ja gar nicht so tief fühlen kann, wie sie selbst. Denen die Tränen kommen, wenn sie den Anderen schlafen sehen und den Drang haben ihn zu berühren, aber seine Ruhe nicht stören wollen.

Vielleicht sind diese Leute ja dafür gemacht, entweder vollkommen zu verbrennen oder gar nicht. Sie haben es vielleicht einfach nicht drauf, kontinuierlich vor sich hinzuglühen wie die glücklichen Paare. Ihnen fehlt die Leichtigkeit.

Wir sind nur glücklich, wenn es regnet. Das heißt, wenn wir spüren, wie die Flamme uns verbrennt.

Paradox, ich weiß.

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