Monatsarchiv: Mai 2012

Senseless, hopeless, stupid.

Quelle

Gesehen: Alte Folgen von „16 and pregnant“ und „Teen Mom“. Sie laufen nebenher, während ich mich durch Texte quäle. Da brauche ich anspruchsloses Geplätscher.

Gehört: Death Cab For A Cutie – What Sarah said

Gelesen: Unzählige – und damit meine ich wirklich UNZÄHLIGE – Aufsätze zu Gottfried Kellers „Romeo und Julia auf dem Dorfe“. Mir schwirrt der Kopf von den ganzen verschiedenen Interpretationsansätzen und Erzählstrukturuntersuchungen.

Getan: Siehe oben. Dieser Blogeintrag ist auch nur dazu da zu prokrastinieren.

Gegessen: Bruschetta auf Toastbrot.

Getrunken: Pepsi.

Gedacht: „Bitte, bitte, lass mich bis morgen einen Geistesblitz bezüglich meiner Bachelorarbeitsthese bekommen, die ich in der Sprechstunde vorstellen muss!“

Gefreut: ….

Geärgert:  Wieso haben die alle widersprüchliche Interpretationsansätze? Wieso gibt es so viele? Wieso verstehe ich den vom Kommunismus geprägten Ansatz nicht? WIESO BIN ICH SO EIN IDIOT?

Gewünscht: Siehe „gedacht“.

Gekauft: Einen Haufen Lebensmittel. Langweilig, aber wahr.

Geklickt: http://16pregnant.mtv.de/videos

Gestaunt: Wie verzweifelt ich bin, solch einen sinnlosen Post zu erstellen.

We used to play outside when we were young and full of life and full of love.

Hey! Hey! Hey!
I don’t like walking around this old and empty house
So hold my hand, I’ll walk with you my dear
The stairs creak as I sleep, it’s keeping me awake
It’s the house telling you to close your eyes

Some days I can’t even trust myself
It’s killing me to see you this way

Because though the truth may vary
This ship will carry
Our bodies safe to shore

Hey! Hey! Hey!
There’s an old voice in my head that’s holding me back
I tell her that I miss our little talks
Soon it will all be over, buried with our past
You used to play outside when you were young
Full of life and full of love

Some days I feel like I am wrong and I am right
Your mind is playing tricks on you my dear

Because though the truth may vary
This ship will carry
Our bodies safe to shore

Hey!
Don’t listen to a word I say
Hey!
The screams all sound the same
Hey!

Because though the truth may vary
This ship will carry
Our bodies safe to shore

Go, go, go away
I wish you’d disappear
All that’s left is a ghost of you
Now we’re torn, torn, torn apart
There’s nothing we can do
Just let me go, we’ll meet again soon
Now wait, wait, wait for me
Please hang around
I see you when I fall asleep

Hey!
Don’t listen to a word I say
Hey!
The screams all sound the same
Hey!

Because though the truth may vary
This ship will carry
Our bodies safe to shore

Don’t listen to a word I say
Hey!
The screams all sound the same
Hey!

Because though the truth may vary
This ship will carry
Our bodies safe to shore

Because though the truth may vary
This ship will carry
Our bodies safe to shore

Because though the truth may vary
This ship will carry
Our bodies safe to shore

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Ich hörte diesen Song, den vermutlich schon jeder kennt, heute im Radio. In der Sendung werden die Lyrics und der Inhalt von Liedern besprochen. Ich fand es, aus welchem Grund auch immer, faszinierend, dass dieser leicht und lustig klingende Song die traurige Geschichte eines alten Ehepaares erzählt, von dem der Mann bereits gestorben ist.  Die Witwe läuft im Haus herum und spricht in Gedanken mit ihrem toten Ehemann („All that’s left is a ghost of you/ Now we’re torn, torn, torn apart/There’s nothing we can do“). Mir fallen spontan keine Songs ein, die von älteren Ehepaaren handeln, von denen einer den anderen zuerst zurücklässt. Es hat mich gerührt, wie sie davon singt, dass sie es hasst, alleine durch dieses alte und leere Haus zu gehen und er ihr in Gedanken antwortet „So hold my hand, I’ll walk with you my dear“ . Es muss unendlich schwer sein, wenn man sein Leben zusammen verbracht hat, alles geteilt hat und dann einer den anderen zuerstzurücklassen muss, weil das eben der Lauf der Dinge ist.

Still alive.

Quelle

Ich weiß, ich habe sehr lange nichts von mir hören lassen. Warum, kann ich gar nicht genau sagen. Vielleicht war das Bedürfnis einfach nicht da, etwas mitzuteilen.

(Ich wüsste im Übrigen wirklich mal gerne, wieso es bei mir so ist, dass der Text automatisch einen neuen Absatz einrichtet, wenn ich bloß in die nächste Zeile will. Aber who cares.)

In meinem Leben haben sich einige kleine Dinge getan. Ich hatte zum ersten Mal seit dem Abitur vor drei Jahren vier Wochen an einem Stück frei nach den ganzen Klausuren, mündlichen Prüfungen und Hausarbeiten. Die freie Zeit habe ich sehr genossen, war viel draußen und habe Zeit mit meinen Freunden verbracht. Außerdem habe ich angefangen an meiner Lebensweise zu arbeiten. Ich habe meine Ernährung umgestellt, verzichte abends auf Kohlenhydrate, habe gelernt zu kochen und gesünder zu essen. Mir fällt es inzwischen richtig schwer Fertigprodukte zu essen. Zudem mache ich zweimal die Woche Sport, was mir auch sehr gut tut.

Das tue ich allerdings vor allem, weil ich mit meinem Körper zuletzt mehr als unzufrieden war. Ich bin zwar nicht pummelig oder dick, aber eben auch nicht mehr so schlank wie noch vor einigen Jahren. Natürlich bin ich mir darüber bewusst, dass sich der weibliche Körper mit der Zeit verändert und das normal ist. Ich bin nun mal eine Frau und kein 16jähriges Mädchen mehr. In der Praxis fällt es mir aber leider nicht so einfach das zu akzeptieren. Heute kann ich nicht einfach eine Tüte Chips in mich reinstopfen, Burger essen, mich nicht bewegen – und erwarten das sich das, wie früher, nicht auswirkt. Denn das hat es zuletzt. Und wenn man sich wirklich auf Dauer unwohl fühlt, ist es Zeit etwas zu machen und sich damit auch etwas Gutes zu tun. Wenn das dann auch noch meiner Gesundheit zuträglich ist, ist das natürlich ein weiterer Ansporn.

Des Weiteren schreibe ich dieses Semester meine Bachelorarbeit und bin mal sehr gespannt, wie das wird. Allein schon die Themenfindung ist für mich als chronische Entscheidungsphobikerin ein Albtraum. Aber was muss, das muss eben. Ich möchte die Arbeit gerne im August abgeben und dann mit meinen beiden besten Freunden in den Süden fliegen. Das ist wieder so ein Ziel, das mir die Arbeit erträglicher macht. Freunde und die schöne Zeit, die man mit ihnen verbringt, ist doch einfach das Wichtigste. Wenn ich daran denke, wie nah wir uns sind und was wir alles zusammen hinter uns gebracht haben, wird mir -ganz wortwörtlich- warm ums Herz. Ich wüsste nicht, was ich ohne sie täte.