Monatsarchiv: September 2012

A Song to die to – ‚Here Comes A Regular‘

Well a person can work up a mean mean thirst
After a hard day of nothin‘ much at all
Summer’s passed, it’s too late to cut the grass
There ain’t much to rake anyway in the fall

And sometimes I just ain’t in the mood
To take my place in back with the loudmouths
You’re like a picture on the fridge that’s never stocked with food
I used to live at home, now I stay at the house

And everybody wants to be special here
They call your name out loud and clear
Here comes a regular
Call out your name
Here comes a regular
Am I the only one here today?

Well a drinkin‘ buddy that’s bound to another town
Once the police made you go away
And even if you’re in the arms of someone’s baby now
I’ll take a great big whiskey to ya anyway

Everybody wants to be someone’s here
Someone’s gonna show up, never fear
Cause here comes a regular
Call out your name
Here comes a regular
Am I the only one who feels ashamed?

Kneeling alongside old Sad Eyes
He says opportunity knocks once then the door slams shut
All I know is I’m sick of everything that my money can buy
The fool who wastes his life, God rest his guts

First the lights, then the collar goes up, and the wind begins to blow
Turn your back on a pay-you-back, last call
First the glass, then the leaves that pass, then comes the snow
Ain’t much to rake anyway in the fall

…und One Tree Hill.

Ich bin momentan in einer komischen Phase, hänge in der Schwebe. Meinen Bachelor habe ich nun abgeschlossen, das Ergebnis der Bachelorarbeit war… hervorragend, wunderbar und sehr erleichternd. Es hat sich also doch alles gelohnt und ich bin stolz darauf.                                                                                          In wenigen Wochen geht es sofort mit dem Master weiter, diesmal warten Hauptseminare statt Proseminaren auf mich. Der Stundenplan wird – im Gegensatz zum letzten Semester – gefüllt bis zum Platzen sein. Ich werde vermutlich morgens früher aufstehen, weitaus weniger Alkohol trinken (was meiner Leber gut tun wird *hüstl*) und beschäftigter sein. In letzter Zeit hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Ich rase durch mein Studium, zielorientiert, auch wenn ich mich zwischen durch oft genug gehen lasse auf diversen Partys und alkoholgetränkten DVD-Abend mit unglaublich sclechten Filmen (was den Alkoholkonsum erklärt). Ich habe…wie soll ich sagen..das Gefühl, dass irgendetwas dabei auf der Strecke bleibt. Alles ist so vorhersehbar. In zwei Jahren werde ich vermutlich meinen Masterabschluss haben und mit 24 Jahren ins Referendariat starten. Andere haben sich ihr Jahr in Neuseeland, Australien, Irland oder sonstwo geleistet – ich hab alles schnurstracks durchgezogen. Teils, weil ich meine Eltern nicht finanziell belasten wollte, teils weil ich es mir und meinem Heimweh nicht zutraute, im Ausland zu leben. Teils auch, weil ich fertig werden will mit dem Studium – nicht, weil ich das Studentenleben nicht liebe, um Gottes Willen – aber ich möchte gerne endlich Geld verdienen. Nicht immer ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mir DVDs oder massenhaft Bücher kaufe oder gar in den Urlaub fahre. Sicherlich ist Geld nicht alles, aber es ist auch nicht unwichtig für das Wohlbefinden.
Und ich möchte wieder lieben. Es wird Zeit. Eine Freundin von mir bekommt nun mit 24 ihr ersten Baby, ungeplant aber sehr erwünscht. Sie zieht ihr Studium nebenher grandios durch, arbeitet an der Uni als Hiwi undbetreut auch noch ein behindertes Mädchen. Sie und ihr Freund sind glücklich, leben alternativ, fahren mit ihrem VW-Bus zwei Wochen nach Slowenien in die Pampa, obwohl sie im achten Monat schwanger ist. Wenn ich das mit meinem Leben vergleiche… naja, lassen wir das.

Nebenher schaue ich mal wieder One Tree Hill. Meine beste Freundin hat vor Monaten damit angefangen und ist mittlerweile bei Staffel 4. Ich schaue natürlich mit und erlebe alles nochmal von Beginn an. Neue Dinge fallen mir auf, ich achte noch mehr auf die wundervolle Musik als beim ersten Sehen. One Tree Hill ist in dieser Hinsicht einfach ungaublich. Dass Led Zeppelin es dieser Serie erlaubt haben, einen Song von ihnen („Babe I’m gonna leave you“) zu verwenden, sagt schon alles. Meine One Tree Hill-Playlist bei Spotify auch.
Ich erlebe erneut, wie Nathan zum Vater und guten Menschen wird, ärgere mich wieder darüber, dass Lucas so schnell von Brooke zu Peyton übergeht (das wird seiner ach-so-großen-Liebe zu Brooke einfach nicht gerecht), trauere um Keith, bewundere Brooke für ihre Stärke, werde gerührt von Peytons Trauer um ihre Mom, bin zwiegespalten, was Haley angeht und hasse/liebe Dan noch wie beim ersten Mal. Ich weine um Jimmy Edwards  („God Bless The Child“ von Michelle Featherstone werde ich für immer mit dieser großartigen und erschütternden Folge verbinden). Ich vergöttere Rachels Haare. Ich liebe es, was Musik, Kunst und Literatur für die Charaktere bedeuten und entdecke mich selbst darin, dass ich schreien möchte: „It sucks always being the footnote in someone else’s love story!“ (Oh, Brooke. An deiner Stelle hätte ich nie verzeihen können. Wo ich dabei bin: Wisst ihr eigentlich wie schwer es ist, zu verzeihen? Nicht zu verbittern, wenn jemand anderes gewählt wird? Jemand anderem Platz zu machen, auch wenn man so gerne an dessen Stelle wäre? Ich finde diesen Zug an anderen Menschen so bewundernswert, weil ich darin so schlecht bin.)             Jedenfalls bin ich sehr dankbar für diese Serie, sie gibt mir so viel mehr als es O.C. California je konnte (ich bringe den Vergleich, weil jeder diese beiden Serien miteinander vergleicht). Sie ist echter und tiefgründiger und schmerzerfüllter. Und voller Musik, die entdeckt werden will.  Ich brauchte damals ein paar Folgen, um süchtig zu werden, aber dann schlichen sich die Jugendlichen und Erwachsenen aus Tree Hill in mein Herz – und blieben dort.