Persönliches.

„Die ganze Zeit – nicht erst, seit sie fort war, sondern die ganzen letzten zehn Jahre – hatte ich mir ein Bild von ihr gemacht, ohne ihr zuzuhören und ohne zu merken, dass ihre Fenster genauso trübe waren wie meine. Deshalb fiel es mir so schwer, mir vorzustellen, dass auch sie ängstlich war, dass auch sie sich einsam fühlen konnte in einem Raum voller Menschen, dass sie nichts von ihrer Plattensammlung erzählte, weil es ihr zu persönlich war. […]Und plötzlich ahnte ich, wie Margo Roth Spiegelmann sich fühlte, wenn sie nicht Margo Roth Spiegelmann war: Sie fühlte sich, als wäre sie von einer unbezwingbaren Mauer umgeben.  […] Ja. Der Fehler, den ich die ganze Zeit gemacht hatte – zu dem sie mich verleitet hatte, musste man fairerweise sagen -, war der: Margo war kein Wunder. Sie war kein Abenteuer. Sie war kein zartes und kostbares Ding.  Margo war ein ganz normaler Mensch.“

– John Green: Margos Spuren

Wieder hervorgekramt. Diesmal, um für mein Seminar „Kinder- und Jugendliteratur“ eine Rezension zu schreiben.

What made us think we were wise and we’d never compromise.

When I was young I knew everything
She a punk who rarely ever took advice
Now I’m guilt stricken,
Sobbing with my head on the floor
Stop a baby’s breath and a shoe full of rice

I can’t be held responsible
She was touching her face
I won’t be held responsible
She fell in love in the first place

For the life of me I cannot remember
What made us think that we were wise and
We’d never compromise
For the life of me I cannot believe
We’d ever die for these sins
We were merely freshmen

My best friend took a week’s
Vacation to forget her
His girl took a weeks’s worth of
Valium and slept
And now he’s guilt stricken sobbing with his
Head on the floor
Thinks about her now and how he never really
Wept he says

I can’t be held responsible
She was touching her face
I won’t be held responsible
She fell in love in the first place

For the life of me I cannot remember
What made us think that we were wise and
We’d never compromise
For the life of me I cannot believe
We’d ever die for these sins
We were merely freshmen

hey yeah
hey yeah
hey yeah

We’ve tried to wash our hands of all this
We never talk of our lacking relationships
And how we’re guilt stricken sobbing with our
Heads on the floor
We fell through the ice when we tried not to
Slip, we’d say

I can’t be held responsible
She was touching her face
And I won’t be held responsible
She fell in love in the first place

For the life of me I cannot remember
What made us think that we were wise and
We’d never compromise
For the life of me I cannot believe
We’d ever die for these sins
We were merely freshmen

For the life of me I cannot remember
What made us think that we were wise and
We’d never compromise
For the life of me I cannot believe
We’d ever die for these sins
We were merely freshmen
We were merely freshmen

Es ist gerade keine gute Zeit.
Dieser Song erinnert mich an meine späte Teenagerzeit, als wir dachten, dass alles geht – keine Kompromisse. Alles hat sich geändert, einige Träume sind zerplatzt, die Realität hat uns die ein oder andere Ohrfeige verpasst, aber diese Sehnsucht in uns, die ist noch da, irgendwo. Hoffe ich. Hoffe ich sehr.

A song to make love to – ‚Three Wishes‘

We’d be so less fragile
If we’re made from metal
And our hearts from iron
And our minds from steel
And if we built an army
Full of tender bodies
Could we love each other
Would we stop to feel

And you want three wishes:
One to fly the heavens
One to swim like fishes
And then one you’re saving for a rainy day
If your lover ever takes her love away

You say you want to know her like a lover
And undo her damage, she’ll be new again
Soon you’ll find that if you try to save her
It will lose her anger
You will never win

And you want three wishes:
You want never bitter
And all delicious
And then one you’re saving for a rainy day
If your lover ever takes her love away

You want three wishes:
One to fly the heavens
One to swim like fishes
You want never bitter
And all delicious
And a clean conscience
And all it’s blisses
You want one true lover with a thousand kisses
You want soft and gentle and never vicious
And then one you’re saving for a rainy day
If your lover ever takes her love away

A Song to die to – ‚Here Comes A Regular‘

Well a person can work up a mean mean thirst
After a hard day of nothin‘ much at all
Summer’s passed, it’s too late to cut the grass
There ain’t much to rake anyway in the fall

And sometimes I just ain’t in the mood
To take my place in back with the loudmouths
You’re like a picture on the fridge that’s never stocked with food
I used to live at home, now I stay at the house

And everybody wants to be special here
They call your name out loud and clear
Here comes a regular
Call out your name
Here comes a regular
Am I the only one here today?

Well a drinkin‘ buddy that’s bound to another town
Once the police made you go away
And even if you’re in the arms of someone’s baby now
I’ll take a great big whiskey to ya anyway

Everybody wants to be someone’s here
Someone’s gonna show up, never fear
Cause here comes a regular
Call out your name
Here comes a regular
Am I the only one who feels ashamed?

Kneeling alongside old Sad Eyes
He says opportunity knocks once then the door slams shut
All I know is I’m sick of everything that my money can buy
The fool who wastes his life, God rest his guts

First the lights, then the collar goes up, and the wind begins to blow
Turn your back on a pay-you-back, last call
First the glass, then the leaves that pass, then comes the snow
Ain’t much to rake anyway in the fall

…und One Tree Hill.

Ich bin momentan in einer komischen Phase, hänge in der Schwebe. Meinen Bachelor habe ich nun abgeschlossen, das Ergebnis der Bachelorarbeit war… hervorragend, wunderbar und sehr erleichternd. Es hat sich also doch alles gelohnt und ich bin stolz darauf.                                                                                          In wenigen Wochen geht es sofort mit dem Master weiter, diesmal warten Hauptseminare statt Proseminaren auf mich. Der Stundenplan wird – im Gegensatz zum letzten Semester – gefüllt bis zum Platzen sein. Ich werde vermutlich morgens früher aufstehen, weitaus weniger Alkohol trinken (was meiner Leber gut tun wird *hüstl*) und beschäftigter sein. In letzter Zeit hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Ich rase durch mein Studium, zielorientiert, auch wenn ich mich zwischen durch oft genug gehen lasse auf diversen Partys und alkoholgetränkten DVD-Abend mit unglaublich sclechten Filmen (was den Alkoholkonsum erklärt). Ich habe…wie soll ich sagen..das Gefühl, dass irgendetwas dabei auf der Strecke bleibt. Alles ist so vorhersehbar. In zwei Jahren werde ich vermutlich meinen Masterabschluss haben und mit 24 Jahren ins Referendariat starten. Andere haben sich ihr Jahr in Neuseeland, Australien, Irland oder sonstwo geleistet – ich hab alles schnurstracks durchgezogen. Teils, weil ich meine Eltern nicht finanziell belasten wollte, teils weil ich es mir und meinem Heimweh nicht zutraute, im Ausland zu leben. Teils auch, weil ich fertig werden will mit dem Studium – nicht, weil ich das Studentenleben nicht liebe, um Gottes Willen – aber ich möchte gerne endlich Geld verdienen. Nicht immer ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mir DVDs oder massenhaft Bücher kaufe oder gar in den Urlaub fahre. Sicherlich ist Geld nicht alles, aber es ist auch nicht unwichtig für das Wohlbefinden.
Und ich möchte wieder lieben. Es wird Zeit. Eine Freundin von mir bekommt nun mit 24 ihr ersten Baby, ungeplant aber sehr erwünscht. Sie zieht ihr Studium nebenher grandios durch, arbeitet an der Uni als Hiwi undbetreut auch noch ein behindertes Mädchen. Sie und ihr Freund sind glücklich, leben alternativ, fahren mit ihrem VW-Bus zwei Wochen nach Slowenien in die Pampa, obwohl sie im achten Monat schwanger ist. Wenn ich das mit meinem Leben vergleiche… naja, lassen wir das.

Nebenher schaue ich mal wieder One Tree Hill. Meine beste Freundin hat vor Monaten damit angefangen und ist mittlerweile bei Staffel 4. Ich schaue natürlich mit und erlebe alles nochmal von Beginn an. Neue Dinge fallen mir auf, ich achte noch mehr auf die wundervolle Musik als beim ersten Sehen. One Tree Hill ist in dieser Hinsicht einfach ungaublich. Dass Led Zeppelin es dieser Serie erlaubt haben, einen Song von ihnen („Babe I’m gonna leave you“) zu verwenden, sagt schon alles. Meine One Tree Hill-Playlist bei Spotify auch.
Ich erlebe erneut, wie Nathan zum Vater und guten Menschen wird, ärgere mich wieder darüber, dass Lucas so schnell von Brooke zu Peyton übergeht (das wird seiner ach-so-großen-Liebe zu Brooke einfach nicht gerecht), trauere um Keith, bewundere Brooke für ihre Stärke, werde gerührt von Peytons Trauer um ihre Mom, bin zwiegespalten, was Haley angeht und hasse/liebe Dan noch wie beim ersten Mal. Ich weine um Jimmy Edwards  („God Bless The Child“ von Michelle Featherstone werde ich für immer mit dieser großartigen und erschütternden Folge verbinden). Ich vergöttere Rachels Haare. Ich liebe es, was Musik, Kunst und Literatur für die Charaktere bedeuten und entdecke mich selbst darin, dass ich schreien möchte: „It sucks always being the footnote in someone else’s love story!“ (Oh, Brooke. An deiner Stelle hätte ich nie verzeihen können. Wo ich dabei bin: Wisst ihr eigentlich wie schwer es ist, zu verzeihen? Nicht zu verbittern, wenn jemand anderes gewählt wird? Jemand anderem Platz zu machen, auch wenn man so gerne an dessen Stelle wäre? Ich finde diesen Zug an anderen Menschen so bewundernswert, weil ich darin so schlecht bin.)             Jedenfalls bin ich sehr dankbar für diese Serie, sie gibt mir so viel mehr als es O.C. California je konnte (ich bringe den Vergleich, weil jeder diese beiden Serien miteinander vergleicht). Sie ist echter und tiefgründiger und schmerzerfüllter. Und voller Musik, die entdeckt werden will.  Ich brauchte damals ein paar Folgen, um süchtig zu werden, aber dann schlichen sich die Jugendlichen und Erwachsenen aus Tree Hill in mein Herz – und blieben dort.

Kurzmitteilung

aufgenommen im August auf Kreta

Gesehen Pretty Little Liars, nach einiger Zeit wieder. Momentan bin ich bei Folge 1×08.

Gehört Zuletzt wieder einmal das Album „Only by night“ von Kings of Leon.

Getan Mit dem Fahrrad gefahren, in der hoffnung, dass es mich fit hält.

Gegessen Saure Gurken. Esse ich momentan ständig. *hier bitte Schwangerschaftswitz einsetzen*

Getrunken Cola light, Tee.

Gedacht „Soll ich für den Rest meines Lebens auf Kohlenhydrate verzichten, um meine Figur zu mögen?“

Gefreut Über Erinnerungen an den Urlaub mit meinen besten Freunden.

Geärgert Über meine Unfähigkeiten die kleinsten Entscheidungen zu treffen.

Gewünscht Dass meine Bachelorarbeit gut bestanden ist. Nebenbei hatte ich in den letzten Tagen mehrmals den Wunsch reich zu sein, aber das ist eine andere Geschichte.

Gekauft Einen kleinen Holzesel auf Kreta für meine Mutter. Kinotickets für „The Expendables 2“.

Gestaunt Wie viele Menschen mit Harry Potter-Tattoos es gibt.

Geklickt http://bloodyhellhptattoos.tumblr.com/

 

And history books forgot about us and the bible didn’t mention us.

You are my sweetest downfall
I loved you first, I loved you first
Beneath the sheets of paper lies my truth
I have to go, I have to go
Your hair was long when we first met

Samson went back to bed
Not much hair left on his head
He ate a slice of wonder bread and went right back to bed
And history books forgot about us and the bible didn’t mention us
And the bible didn’t mention us, not even once

You are my sweetest downfall
I loved you first, I loved you first
Beneath the stars came fallin‘ on our heads
But they’re just old light, they’re just old light
Your hair was long when we first met

Samson came to my bed
Told me that my hair was red
Told me I was beautiful and came into my bed
Oh I cut his hair myself one night
A pair of dull scissors in the yellow light
And he told me that I’d done alright
And kissed me ‚til the mornin‘ light, the mornin‘ light
And he kissed me ‚til the mornin‘ light

Samson went back to bed
Not much hair left on his head
Ate a slice of wonderbread and went right back to bed
Oh, we couldn’t bring the columns down
Yeah we couldn’t destroy a single one
And history books forgot about us
And the bible didn’t mention us, not even once

You are my sweetest downfall
I loved you first

 

Ich bin süchtig nach der Musik von Regina Spector. Sie schreibt einfach wundervolle Texte voller Anspielungen, echte Perlen.
Dass ich -glaube ich- wieder verliebt bin, macht ihre Musik für mich noch wundervoller.